John Frieda was calling for London – Mein Reisebericht

Bei der Facebook-Aktion von John Frieda „Täglich im Rampenlicht“ habe ich den Hauptpreis: 2 Tage London, Flüge für mich und meinen Mann,Hotelübernachtung sowie Salonbesuch bei John Frieda gewonnen. Nach der 1. Ohnmacht war der Termin und die Abwicklung schnell gefunden und schon ging es los:

26.03.2013  03.50 Uhr: Mein Wecker klingelt. Etwas irritiert fällt mir schnell wieder ein: Unser Flieger startet bald. Ab unter die Dusche, Mann wecken, die letzten Dinge zusammmen sammeln. Bloss nichts vergessen! Schminke, Duft, Klamotten hatte ich schon zurecht gelegt. Es ist saukalt, egal, es werden Fotos gemacht: Ich muß schön sein.

05.00 Uhr: Ins Auto steigen und ca. 50 Min. nach Frankfurt fahren, Parkplatz finden und dann zum Terminal, einchecken. Wir sind zeitig, haben noch Zeit einen Kaffee zu trinken und eine Zigarette zu rauchen (ja in Frankfurt geht das immer noch)!!!!!
Frankfurt Abflug
07.20 Uhr: Abflug. Es gibt Kaffee und Müsli an Bord. Eben gestartet sind wir auch schon in London. Flugzeit 1 Std 10 Min. Wow, so lange haben wir fast von Heuchelheim nach Frankfurt gebraucht.
Vorab habe ich gegoogelt, wie wir von Heathrow in die Stadt kommen. Alles schnell gefunden und schon sitzen wir im Express-Zug nach Paddington. Von hier ist es lt. Stadtplan nicht mehr weit zum Hotel. Mit der U-Bahn „Underground“ 3 Stationen. OK,Fahrkarten besorgen und ab. Tja, leider alle Schalter unbesetzt und Kleingeld in „Pfund“ hatten wir nicht. Also laufen. Eine Frau fragen wo es lang geht und schon geht es los. Ich schwöre: Wenn ich die Frau irgendwann einmal wiedersehe werde ich sie schlagen. Sie hat uns einen Umweg von ca. 3 KM gesagt. Aber schön wars. Durch die City zum Hyde-Park, entlang der Oxfort Street (tolle Geschäfte), Portland Street und dann habe ich das Hotel schon gesehen. Melia White House, 4 Sterne, sehr zentral gelegen. Einchecken ging reibungslos. Das Zimmer war vorab von John Frieda bezahlt. Alles Prima. Wir fühlen uns wie „kleine Prominente“. Prunk und Glanz wo wir auch hinschauen. Absolut eindrucksvoll. Schnell die Sachen deponieren und dann wieder los.
11.00 Uhr: U-Bahn Station gegenüber vom Hotel, jetzt mit Kleingeld für Tageskarten. Das 1. Ziel soll sein „Shephard`s Bush Market“. Hier war mein Mann Thorsten vor 9 Jahren auf Montage, hat hier gewohnt für 1,5 Jahre. Er hat sich riesig gefreut, als er hörte, das wir nach London fliegen dürfen. Natürlich hat sich in den letzten Jahren alles verändert. Aber es war toll für Thorsten alles wiedersehen zu dürfen.Shephard`s Bush Market
Erster Hunger stellt sich ein, wir essen Chicken an der Strasse, sehr preiswert und lecker. So langsam machen sich meine Füsse bemerkbar, sie stecken in Stiefeln mit 8,5 cm Absatz (Schönsein war angesagt).
13.00 Uhr : Zurück zum Hotel, kurz mal zum Klo und weiter. („Wir haben doch kein keine Zeit!“ org. Steffan Raab). Meine Füsse stopfe ich wieder in die „10cm“ Absatz-Stiefel. Gott sei Dank habe ich keine anderen Schuhe mitgenommen.
14.00 Uhr : Wir sind auf dem Weg zum Tower. Ich liebe die Minuten sitzend in der U-Bahn. Raus aus dem „Underground“ und da ist er: Der Tower. Steht einfach nur sehr beeindruckend da, was könnten diese alten Steine alles erzählen. Wir sehen uns alles an und überlegen Eintrittskarten zu kaufen. Beim Preis von 21,45 Pf ca. 30 € pro Person fällt die Entscheidung leicht: Aussen rumlaufen reicht völlig aus.Der TowerDer Tower
Die Tower-Bridge erreicht unser Auge: Toll und Monumental steht sie da: mit blauem Geländer. Wir hoffen, es ist nur die Grundierung und zählen auf den guten Geschmack der Engländer. Wir es noch überstrichen?Tower-Bridge
Es ist weiterhin „saukalt“, meine Füsse gehen eine innige Verbindung mit dem Garn meiner selbstgestrickten Socken in meinen 12cm-Absatz-Stiefeln ein. Egal, weiter gehts.
15.30 Uhr : Wir entscheiden uns für das „Britische Museum“. Wieder im „Underground“ liebe ich meine Sitzplatz, leider nicht lange. Aussteigen und ca. 1 KM laufen. Beim Reingehen die Überraschung: Eintritt frei! Alles sehen für lau, wow!Also rein in dieses wahnsinnig grosse Haus. Allein um hier alles sehen zu können braucht es mal einen ganzen Tag. Über etliche Etagen, 2 riesige Treppenhäuser. Kunst und gesammelte Werke aus allen Ländern. Thorsten ist geschichtlich sehr bewandert und auch meine Leidenschaft für alte Völker und deren Geschichte wird hier befriedigt. Wir kommen aus dem Staunen nicht raus und laufen und schauen und laufen und schauen. Meine „20cm“Absatz-Stiefel brennen an meinen Füssen und ich frage mich: kann Wolle in geschwollene Haut einwachsen? Zwischen Mumien und uraltem Schmuck aus purem Gold denke ich darüber nach: Wenn ich die Stiefel irgendwann von meinen Socken lösen kann, finde ich den Anfangsfaden von den selbstgestrickten Socken um sie beim aufribbeln aus meinen Füssen ziehen zu können?
19.00 Uhr: Zurück zum Hotel nach weiteren gefühlten 80KM auf „25cm“Absatz-Stiefeln. Jetzt die Frage: Stiefel ausziehen wenn überhaupt möglich oder anlassen, denn wir haben ja noch Hunger und müssen noch mal los. OK anlassen und weiter. Fish+Chips dazu ein Bier gegenüber vom Hotel. Für ca. 40€ war es gar nicht mal so lecker;-)
21.00 Uhr: Zurück im ZimmerZimmerBad
Die „45cm“Absatz-Stiefel ausziehen, Socken Fädchen für Fädchen aus der geschwollen Haut gezogen sinken wir in einen Tiefschlaf.

27.03.2013  5.30 Uhr: Mein Handy weckt mich und ich muss leider dieses wunderbare Bett verlassen. Wehmut überkommt mich kurz, bis mir einfällt: Ich gehe gleich zum Friseur! Duschen, schminken, anziehen und aus den Augenwinkeln meinem Feind den „50cm“Absatz-Stiefeln einen Blick zuwerfen. Mann wecken und ab zum Frühstück. Es gibt Alles was der Magen sämlticher Herrenländer wünscht. Süß, salzig, Fisch, Fleisch, Käse, Obst, Müsli, Einfach ALLES.
08.00 Uhr : Wir checken aus, hätten länger bleiben können aber wir haben noch soviel vor. Meine Füsse sind jetzt in Baumwollsocken gehüllt und eingeprsst in den „50cm“Absatz-Stiefeln. Um 10 Uhr ist mein Termin. Davor schaffen wir noch was. Ab in den „Underground“ und zum Piccadilly-Circus. Eindrucksvolle Bauten, mein Architekten-Herz schlägt hoch. (Ja ich habe Architektur studiert). Langsam schländernd durch die Strassen kommen wir „Mayfair“ näher. Hier ist der Salon. So langsam wird es aufregend für mich.Dann stehen wir vor der Tür:John Frieda London
Ein kleiner Salon. So hatte ich mir das nicht vorgestellt.. Das Geschäft sieht aus wie das meiner Freundin „Nickels“ in Heuchelheim „Haargnau“ (sehr empfehlendswert, bei the way). Ich betrete den Salon und werde super freundlich in Empfang genommen. Eine Garderobiere nimmt mir meine Sachen ab und hüllt mich in einen Umhang. Und dann kommt er:
Andreas Wild, seines Zeichens u.a. Friseur von Claudia Schiffer , Unterwegs auf Events, Friseur für Foto-Shootings,
http://www.fuersie.de/beauty/frisuren/galerie/neuer-abschnitt-5-frauen-lassen-sich-umstylen/page7
https://twitter.com/wildandreas

Ich fühle mich sofort wohl und in geborgenen Händen. Er fragt mich was ich mir so vorstelle für mich: hier wage ich zu sagen, das ein Bob in Frage käme. Schnell wurde ich eines Besseren belehrt: Viel zu brav für mein Gesicht. Schmeichelei? Nein, er weiß wovon er spricht. Also lege ich mein Mitspracherecht ab und lasse machen.
Vorher
 Der Salon ist nicht groß und sehr puristisch eingerichtet. Kein Chi-Chi, keine Plakate, keine Werbung, keine Fotos.. Hier hat man es nicht nötig auf sich Aufmerksam zu machen. Hier weiß man was man kann.
Eine sehr liebe Mitarbeiterin (leider habe ich den Namen vergessen) brachte mich zum „Haare waschen“. Haare waschen? Nein: das war eine gefühlte 1/2 Stunde Kopfmassage… so wunderbar!!!!
 Danach war ich Andreas Wild „ausgeliefert“. Und ich danke ihm auf diesem Wege dafür. Im Laufe meiner nun fast 50 Jahre Haarschneide-Erfahrung, habe ich so eine Technik noch nie gesehen. Für mich „unwillkürlich“ wird geschnitten, einzelne Strähnen hochgezogen, abgeschnitten, fallengelasssen. Über den Kopf nach links und nach rechts gezogen, Spitzen ab.
Für mich als Beobachter : wahllos. Für Andreas Wild aber genau das an Strähnen hervorgezogen und geschnitten was das Haar „platt“ macht.. Andreas ist eine ganz besondere Person. Sicher frisiert er aufregendere Menschen als mich, aber ich habe mich gefühlt wie eine ganz besondere Person: Einfach nur Ich, Perdita Otto. Es spielt für ihn keine Rolle wenn er frisiert: Nur das Ergebnis zählt. Andreas Wild lässt keine Frau aus dem Salon ohne sie spüren zu lassen: „Du bist etwas ganz Besonderes.“
Andreas WildNeue PerditaToll

Danke, Danke ,Danke an Andreas Wild, John Frieda, London

13.30 Uhr: London, die Frisur sitzt! Es ist immer noch soooo kalt. „70cm“Absatz-Stiefel nehmen mich bis zum Knie in Gefangenschaft. Von Mayfair ist es ein Katzensprung zum Buckingham Palast. Wir laufen hin. Schon auf dem Weg nehmen wir wahr, das Unmengen an Menschen unterwegs sind. Am Palast angekommmen sehen wir eine Parade:ParadeWussten die Engländer das Perdita vom Friseur kommt?Hat Kate ihr Kind bekommen? Wird Lizzy vom Balkon winken? Fragen über Fragen… Lizzy hat nicht gewunken, Kate ist immer noch schwanger: London huldigt einer gut friesierten Frau! Ja das muss es sein 😉
15.00 Uhr : Weiter geht es zu den Horse-Guards. Geschätzte 200.000 Tausend Leute lassen sich fotographieren. Zum Glück ist Thorsten fast 2 Meter gross und schafft es irgendwann ein gutes Foto zu machen:Horse Guard
Gleich um die Ecke ist Big Ben. Noch schnell ein Foto gemachtBig BenBig BenDann geht es ab in den Underground Richtung Flughafen. 48 Stunden auf „90cm“Absatz-Stiefeln gehen nun zu Ende. Meine Füsse sind glücklich, ich nicht. Für London braucht es sehr viel länger Zeit um alles sehen zu können.
Wir kommen gewiss wieder, aber beim nächsten Mal habe ich Turnschuhe in der Tasche!!!! Ich schwöre!!!
Vielen Dank  an John Frieda, die das ermöglicht haben.
Mein ganz besonderer Dank gilt Carolin Fischer für die Organisation!!!
Ich habe mich immer gut aufgehoben gefühlt.

6 Kommentare zu “John Frieda was calling for London – Mein Reisebericht

  1. Klasse geschrieben 🙂 London steht schon lange auf meiner Besuchswunschliste ich war nur
    1 Tag dort und das hat bei weitem nicht gereicht. Glückwunsch nachträglich zum tollen Gewinn
    Liebe Grüße
    Sandra

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  2. Uh, das liest sich nach einem super tollen Event! Das war bestimmt ein klasse Erlebnis!
    Natürlich auch von mit nachträglich noch Glückwünsche zum Gewinn 😀
    Liebe Grüße, Sabine

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